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haiku und interlude

John Young: Überhaupt nicht. Der größte Unterschied ist, dass wir nichts für Geld tun. Wikileaks ist eine Geschäftsorganisation, die vorgibt, eine gemeinnützige Organisation zu sein.

 

Während ich mich noch nicht trauen würde, mir ein Urteil zu den Themen Wikileaks und Julian Assange an sich zu bilden* kann ich ziemlich sicher sagen, dass das der Ansatz ist, der mich interessiert. As opposed zum Schwedischen Grossreich der  Kondomnazis, das (im  ersten Rückblick)  zum Kern des Pudels geworden zu sein scheint.

Na, mal sehen was nach dem Feiertagstief passiert. Welches im übrigen mit  Bier und Haikus so. viel. besser. navigiert werden kann. Erstaunlich, hm?

 

*Heucheleialarm, oder Dummheitsalarm

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depression, interrupted

achanth
Mr Assange,
have there ever been documents forwarded to you which deal with the topic of UFOs or extraterrestrials?

Julian Assange smallJulian Assange:
Many weirdos email us about UFOs or how they discovered that they were the anti-christ whilst talking with their ex-wife at a garden party over a pot-plant. However, as yet they have not satisfied two of our publishing rules.
1) that the documents not be self-authored;
2) that they be original.
However, it is worth noting that in yet-to-be-published parts of the cablegate archive there are indeed references to UFOs.

>>assange im guardian

Einschränkungen

sind heutzutage selbst verantwortet und damit peinlich. Geld zum Beispiel von dem ich nicht genug habe um es „Lebenstil“ hinterherzuwerfen.  Dabei schwimmt die Welt doch in Trashversionen von allem was wichtig ist. Für irgendetwas muss es reichen, für eine Immitation von etwas, tu so als ob. (Man ist versucht, Pauschalreisen zu buchen, nur um zu sehen, was das ist, wie es geht, wo man da ankommt, was man da sieht. Gibt es Pauschalreisen noch, hätte ich diesen Artikel über den Tod des Reisebüros doch noch lesen sollen?)

Datenträger, Datenströme: Bibliothek, Internetanschluss. Bücher können lebendig machen, stelle ich gerade fest. Überrascht. Was Papst Bennie über das Netz gesagt haben soll kannte ich schon zu meiner viellesenden Zeit, aber kann ich wirklich sagen, dass dämliche „historische“ Romane mich einsam gemacht hätten? Will ich es sagen, selbst wenn es wahr wäre?

Ach nein, es kann gar nicht wahr sein. Problem erledigt. Kehren wir doch zum Buch zurück, zum  Photoband, zur Photographie der Einschränkung, aus der Einschränkung. (Mir war nämlich ein Photoband vor die Füsse gefallen. Helga Paris. Lustiger Name.)

Leben war immer irgenwie so: Geboren werden (Funktion), irgendwas machen(Funktion?), sterben(Funktion.). Genauer betrachtet: „Irgendwas machen“ ist irgendwie biologisch bedingt, nicht wahr? DNA die erhalten bleiben möchte. Behaupten wir mal, dass individuelle Erfahrung auch gilt, Epigenetik ist relativ neu, könnte alles Mögliche dabei rauskommen. Das individuelle Alleinsein wäre belegbar. Statistisch.

Mathematik ist die Gesetzmäßigkeit aller Taktiken zur Manipulation von Zahlen. Fachleute sind die die sich dafür interessieren, was da in abstrahierter Form behandelt wird. Laien sind die die glauben, dass die Zahlen selbst was bedeuten: Ein Menschliches Leben dauert so-und-soviele Wochen. Besser noch: Acht Sonnensekunden.

 Leben ist Zeit in der was passiert. Schön ist es, wenn man für diese Zeit Vorstellungen hat, wie zum Beispiel ein Mal, aus dem tatsächlich alles Mögliche rauskommt.

am Rande

So I went to visit a friend…an older and particularly “proper” French lady who gave it to me straight: You ARE allowed to dunk bread into coffee. You can also dunk croissants. You are allowed to mop up sauce with bread BUT the piece of bread must be attached to the end of a fork and you may do this exactly…one time. (You can’t spend 10 minutes wiping your plate clean with the equivalent of 17 baguettes.) And no moping, or dunking at a business lunch. (Now you tell me!)

steht hier

Äquidistante Lichtblitze

Als ich noch nicht so alt war wie ich jetzt bin gab es eine Zeit da ich  „Persönlichkeitstests“ mochte derer einer mal zum Ergebnis kam dass Serienmörder mich beängstigend finden würden.

(„persönlichkeits“ – „tests“, um genau zu sein. für noch mehr genauigkeit müsste man sich fragen ob die synthese dieser zwei bezeichner genauso fragwürdig sei wie ihre jeweilige beziehung zur realität. was nicht die ablenkung ist, die ich gerade möchte.)

Über den Wahrheitswert dieser Behauptung kann ich nichts sagen

(interessanterweise war ich mit einer einzigen abweichenden antwort, nämlich der auf die frage nach meiner lieblingsfarbe* vollkommen harmlos.)

womit ich sagen möchte dass ich nicht weiss was die serienmörder denen ich statistisch gesehen bereits über den weg gelaufen sein muss von mir hielten, genausowenig wie ich weiss, was diejenigen der mir bereits bekannten personen, die sich statistisch gesehen zu serienkillern entwickeln werden denken.

und angesichts der statistisch relevanten Möglichkeiten so etwas herauszufinden werde ich auf dieses Wissen verzichten können, abgesehen davon, dass serielle  arschlöcher mich genausowenig interssieren wie gelegenheitstäter, und ganz abgesehen davon, dass das kein ernsthafter Masstab zu beängstigendem Potetntial sein kann-

Ich wollte dararuf hinaus, dass mich der Anblick der blutjungen Studentinnen hier in eine sehr seltsame Sorte Entzücken versetzt.  Etwa die sorte Entzücken, die ich mit jenen nicht-Stadtkindern in Verbindung bringe,  die noch ungeschlachtete Koteletts  problemlos als „süß“ wahrnehmen können. Dieser reibungsfreie Perspektivenwechsel.

Die Studentinnen? Sie sind goldig, irgendwie, in ihren Standarthaarschnitten die schnittmustergerecht unter verschiedenen Instanzen der gleichen Mütze hervorsehen.  „Ihr Deutschen seht alle gleich aus“ habe ich zum ersten Mal und vor sehr langer Zeit von einer Koreanerin gehört. An manchen kalten tagen denke ich inzwischen, dass das in Ordnung ist,  solange wir nur alle gleich niedlich aussehen. Zumindest die ansonsten nutzlosen, die  Jungen unter uns.

Meine generation habe die errungenschaften des Feminismus der zweiten Welle verscherzt. Das von einer durchaus geschätzten Diagnostikerin

Meine Position auf dem Campus ist die einer Person, die älter ist als die Studierenden, diese furchtbar süssen, furchtbar stylischen jungen Mädchen, geistes- und kulturwissenschaftelnd, nutzlos weil sie keiner bezahlen will, nutzloser, weil sie vom Geist nie in die Wissenschaft vordringen werden, und es wird nicht an der Kleidung liegen.

Die äquidistanten Lichtblitze hängen mir noch aus der Physikvorlesung nach.

Stroboskop, entwickelt um stehende Bilder bewegt wirken zu lassen / zu bewegen. Dem Auge kann es gleich sein. Mir kann das Auge gleich sein.  Ursache und Effekt sind Schmetterlinge. Multiple Perspektiven können reibungslos im gleichen Gehirn ko-existieren.

Trauer, Empörung, Wut hatte ich mir mal hart erarbeitet. Ich verstehe Hans im Glück inzwischen sehr gut: Vieles was  Gold ist glänzt nicht, nur schwer ist es immer.

ein jahr später

ist mir bereits einer dieser netten menschen abhanden gekommen.

Really, I know that dying happens to the best of us, but why does it have to start* with them?

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* this was the first time it was a friend rather than an elderly relative / family friend.

die erste woche mit facebook

(läuft noch, aber ich kann ja schon mal selbstgespräche führen.)

wir sind also aus der gemütlichen, moosgepolsterten dunkelheit herausgekrochen und haben uns angemeldet. alle persönlichkeitsfragmente zusammen, selbst die paranoiden. zumindest glauben wir das.

mein erster gedanke war, das bloggen lustiger war, da konnte man sich noch *anonym* über zwischenmenschliche gerüche, sex und verschwörungstheorien auslassen, was ich aber nie getan habe, weil mir die fantasie fehlt, und oglaf sagt mir auch nichts, also warum sollte ich wollen, wenn da nicht das  irgendwas an einer tastatur wäre dass mich dazu bringt, lesbar darüber nachdenken zu wollen, mit wem man unter welchen umständen sex haben muss um bei abschluss die exakte nuance „fischstäbchen mit chilli“ hinzukriegen.

aber nicht auf facebook. auf facebook möchte ich nämlich mit alten freunden kommunizieren, die nichts von meiner tastatur-persönlichkeit wissen, oder wissen wollen. <– eine dieser annahmen, die man nicht testet.