Archive for November 2010

am Rande

So I went to visit a friend…an older and particularly “proper” French lady who gave it to me straight: You ARE allowed to dunk bread into coffee. You can also dunk croissants. You are allowed to mop up sauce with bread BUT the piece of bread must be attached to the end of a fork and you may do this exactly…one time. (You can’t spend 10 minutes wiping your plate clean with the equivalent of 17 baguettes.) And no moping, or dunking at a business lunch. (Now you tell me!)

steht hier

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Äquidistante Lichtblitze

Als ich noch nicht so alt war wie ich jetzt bin gab es eine Zeit da ich  „Persönlichkeitstests“ mochte derer einer mal zum Ergebnis kam dass Serienmörder mich beängstigend finden würden.

(„persönlichkeits“ – „tests“, um genau zu sein. für noch mehr genauigkeit müsste man sich fragen ob die synthese dieser zwei bezeichner genauso fragwürdig sei wie ihre jeweilige beziehung zur realität. was nicht die ablenkung ist, die ich gerade möchte.)

Über den Wahrheitswert dieser Behauptung kann ich nichts sagen

(interessanterweise war ich mit einer einzigen abweichenden antwort, nämlich der auf die frage nach meiner lieblingsfarbe* vollkommen harmlos.)

womit ich sagen möchte dass ich nicht weiss was die serienmörder denen ich statistisch gesehen bereits über den weg gelaufen sein muss von mir hielten, genausowenig wie ich weiss, was diejenigen der mir bereits bekannten personen, die sich statistisch gesehen zu serienkillern entwickeln werden denken.

und angesichts der statistisch relevanten Möglichkeiten so etwas herauszufinden werde ich auf dieses Wissen verzichten können, abgesehen davon, dass serielle  arschlöcher mich genausowenig interssieren wie gelegenheitstäter, und ganz abgesehen davon, dass das kein ernsthafter Masstab zu beängstigendem Potetntial sein kann-

Ich wollte dararuf hinaus, dass mich der Anblick der blutjungen Studentinnen hier in eine sehr seltsame Sorte Entzücken versetzt.  Etwa die sorte Entzücken, die ich mit jenen nicht-Stadtkindern in Verbindung bringe,  die noch ungeschlachtete Koteletts  problemlos als „süß“ wahrnehmen können. Dieser reibungsfreie Perspektivenwechsel.

Die Studentinnen? Sie sind goldig, irgendwie, in ihren Standarthaarschnitten die schnittmustergerecht unter verschiedenen Instanzen der gleichen Mütze hervorsehen.  „Ihr Deutschen seht alle gleich aus“ habe ich zum ersten Mal und vor sehr langer Zeit von einer Koreanerin gehört. An manchen kalten tagen denke ich inzwischen, dass das in Ordnung ist,  solange wir nur alle gleich niedlich aussehen. Zumindest die ansonsten nutzlosen, die  Jungen unter uns.

Meine generation habe die errungenschaften des Feminismus der zweiten Welle verscherzt. Das von einer durchaus geschätzten Diagnostikerin

Meine Position auf dem Campus ist die einer Person, die älter ist als die Studierenden, diese furchtbar süssen, furchtbar stylischen jungen Mädchen, geistes- und kulturwissenschaftelnd, nutzlos weil sie keiner bezahlen will, nutzloser, weil sie vom Geist nie in die Wissenschaft vordringen werden, und es wird nicht an der Kleidung liegen.

Die äquidistanten Lichtblitze hängen mir noch aus der Physikvorlesung nach.

Stroboskop, entwickelt um stehende Bilder bewegt wirken zu lassen / zu bewegen. Dem Auge kann es gleich sein. Mir kann das Auge gleich sein.  Ursache und Effekt sind Schmetterlinge. Multiple Perspektiven können reibungslos im gleichen Gehirn ko-existieren.

Trauer, Empörung, Wut hatte ich mir mal hart erarbeitet. Ich verstehe Hans im Glück inzwischen sehr gut: Vieles was  Gold ist glänzt nicht, nur schwer ist es immer.