(läuft noch, aber ich kann ja schon mal selbstgespräche führen.)

wir sind also aus der gemütlichen, moosgepolsterten dunkelheit herausgekrochen und haben uns angemeldet. alle persönlichkeitsfragmente zusammen, selbst die paranoiden. zumindest glauben wir das.

mein erster gedanke war, das bloggen lustiger war, da konnte man sich noch *anonym* über zwischenmenschliche gerüche, sex und verschwörungstheorien auslassen, was ich aber nie getan habe, weil mir die fantasie fehlt, und oglaf sagt mir auch nichts, also warum sollte ich wollen, wenn da nicht das  irgendwas an einer tastatur wäre dass mich dazu bringt, lesbar darüber nachdenken zu wollen, mit wem man unter welchen umständen sex haben muss um bei abschluss die exakte nuance „fischstäbchen mit chilli“ hinzukriegen.

aber nicht auf facebook. auf facebook möchte ich nämlich mit alten freunden kommunizieren, die nichts von meiner tastatur-persönlichkeit wissen, oder wissen wollen. <– eine dieser annahmen, die man nicht testet.